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Sportwagen kaufen oder mieten

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Lange Zeit galt des deutschen liebstes Kind als unantastbar: Es galt ein Auto - und insbesondere einen Sportwagen - vordergründig zu besitzen. Ihn mit anderen teilen? Für kein Geld der Welt! Dabei sind es gerade Sportwagen, die doch sehr selten als "Daily Driver" im Alltag bewegt werden sondern eher ihr Dasein als Zweit-, Dritt- oder gar Viertwagen fristen. Und so verwundert es auch nicht, dass manche Wagen eher an einem Standplatten als einem Motorschaden zu Grunde gingen...

Im etwas "unemtionaleren" Bereich der Mobilität geht der Trend schon seit Langem weg vom Besitz hin zum Teilen: Ob Mietwagen, Carsharing oder Plattformen für die private Vermietung, vielen nehmen sich ein Auto, wenn sie es wirklich brauchen und vermeiden in der restlichen zeit lieber den Stress, den Eigentum unweigerlich mit sich bringt. Und auch im Bereich der Luxusautomobile stellt sich der eine oder ander immer öfter die Frage: Soll ich jetzt wirklich einen Sportwagen kaufen oder ist es nicht viel sinnvoller, ganz flexibel ab und zu einen zu fahren!?

In diesem Artikel möchten wir dieser spannenden Frage nachgehen und dem einen oder anderen einen kleinen Denkanstoß geben.

Finanzielle Aspekte

Insbesondere von Personen, die sich nur oberflächlich mit dieser Thematik beschäftigen, wenden immer wieder ein, dass die Miete ja viel zu teuer sei und man sich ja dafür "fast das ganze Auto kaufen könne". Ist das wirklich so? Werfen wir erst einmal einen Blick, welche Kostenpositionen ein Sportwagen üblicherweise verursacht:

  1. Wertverlust / Abschreibung
  2. KFZ-Steuern
  3. KFZ-Versicherung
  4. Planmäßige Inspektionen
  5. Verschleißteile
  6. Außerplanmäßige Reparaturen

Beim Kauf eines solchen Fahrzeugs greift mit dem Kaufpreis lediglich Punkt 1 - Alle weiteren Punkte kommen als Folgekosten hinzu. Genau genommen sollte man sogar noch die Opportunitätskosten des für den Kauf eingesetzten Kapitals hinzuziehen -> Sprich: Was könnte mit diesem Geld alternativ für ein Mehrwert erwirtschaftet werden? Bei Sportwagen sind die laufenden Kosten zudem oftmals um ein Vielfaches höher als bei normalen PKW: Dies fängt mit hohen Steuern an, die sich bekanntermaßen am CO2-Ausstoß berechnen lassen, geht über Sondereinstufungen bei der KFZ-Versicherung - hier sind 3.000€ Jahresprämie keine Seltenheit - und endet nicht zuletzt bei den Inspektionen, die sowohl deutlich höhere Stundenverrechnungssätze als auch höhere Teilepreise als bei Standard-PKW veranschlagen. Nehmen wir den Audi R8 als inzwischen seit einigen Jahren sehr beliebten Sportwagen: Selbst ein normaler Wechsel der Kupplung bei der Rtronic oder Handschaltung kostet gut und gerne über 4.000€. Kommt dann noch ein außerplanmäßiger Schaden hinzu, der nicht von einer Garantie gedeckt ist, wird es ganz schnell richtig teuer! So kostet ein Austauschmotor für einen italienischen Sportwagen wie Ferrari oder Lamborghini gut und gerne 40.000€ oder mehr! Interessierte erhalten einen realistischen Einblick in die anfallenden Kosten der Wartung in einer Sportwagen Werkstatt bei Interesse auf autokostencheck.

Hingegen beinhaltet die Miete sämtliche Kosten, die bei einem solchen Fahrzeug anfallen. Natürlich hängt es stark vom Einsatzprofil des Sportwagens ab, jedoch lässt sich im Falle von Jahreslaufleistungen unter 5.000KM nahezu immer dabon ausgehen, dass die Sportwagenmiete das eigene Konto weniger belastet.

Fahrspaß

Ein eigener Sportwagen ist in erster Linie natürlich schön, wenn man mit seinem Fahrzeug vertraut sein möchte. Man weiß einfach, wie der Wagen in gewissen Situationen reagiert, wo sich welches Bedienelement befindet und fühlt sich im Allgemeinen wohl in seinem Fahrzeug. Und auch, wenn es viele Eigner nicht zugeben mögen, fühlt sich doch das eigenen Ego immer wieder gestreichelt, wenn man ganz stolz von "seinem Sportwagen" berichten kann.

Und für wen eignet es sich in Puncto Fahrspaß dann eher, einen Sportwagen zu mieten? Für alle, die vor allem auf Abwechslung stehen! Als Daily Driver einen bequemen und relativ unauffälligen Porsche mieten, bei Wind und Wetter mit dem allradgetriebenen Audi R8 die Berge erkunden und während der sonnigen Sommerferien mit dem geliehenen Ferrari eine wunderschöne Cabriotour ans Meer unternehmen - Wer sagt da schon nein!?

Auch lässt sich generell sagen, dass die Fahrzeuge in der üblichen seriösen Sportwagenvermietung im Durchschnitt einfach neueren Baujahre sind, wohingegen oftmals allein der Geldbeutel beim Sportwagenkauf für ein etwas älteres Modell plädiert. Welche Variante dabei mehr Fahrspaß bietet, ist natürlich eine höchst subjektive Entscheidung und von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Fazit

Und was schlussfolgern wir nun aus diesem Artikel? 

Zu einen, dass es bei hohen Jahreslaufleistungen, bei sehr wertstabilen (Sammler-) Fahrzeugen und bei ausgeprägter Liebhaberie nach wie vor lohnt, einen Sportwagen zu kaufen.

Zum anderen aber auch, dass sich durchaus lieber einen Sportwagen mieten sollte, wer diesen eher als Zweitwagen nutzt, generell wenig Laufleistung damit per anno zurücklegt und natürlich, wer sehr gern die stets aktuellsten und neuesten Modelle bewegen möchte.

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