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Alles was man rund um die Autovermietung und Mietwagen wissen sollte

Autovermietungen sind oftmals der Retter in der Not. Ob das eigene Fahrzeug in die Werkstatt muss, als Alternative zu anderen Verkehrsmitteln, oder um einfach mobil und flexibel zu sein, Mietwagen verschaffen Abhilfe. Wer noch keine, oder gar schlechte, Erfahrungen mit Autovermietungen gemacht hat, der erfährt hier worauf bei der Anmietung zu achten ist.

Für welche Autovermietung entscheide ich mich?

Der Markt für Autovermietungen ist im Gegensatz zum Schienenverkehr ein stark umkämpfter Markt. Das hat erstmal den Nachteil, dass man aus der Vielzahl von Anbietern das beste Angebot für sich finden muss. Vorteilhaft ist dabei allerdings, dass die Autovermietungen in einem stetigen Preis-und Servicekampf sind, der für den Mieter nur positiv sein kann.

Mit der Hilfe von Vergleichsportalen lässt sich so ganz schnell der preiswerteste Anbieter finden. Allerdings kann ein niedriger Preis auch ein negatives Signal für versteckte Kosten sein, aber dazu später mehr.

Also gilt: Preis vergleichen, Service überprüfen und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis wählen.

Wie läuft eine Autovermietung ab?

Die meisten Leihwagen werden mittlerweile online gebucht, sodass man bei dem Autovermieter seiner Wahl in der Regel nur noch den Mietvertrag unterschreiben muss und dann kann es auch schon losgehen. Optional ist die Buchung am Abholstandort genauso möglich. Wichtig sind natürlich die Angaben über den Abhol- und Rückgabeort, wobei diese nicht der Gleiche sein müssen.

Gebucht wird eine Fahrzeugklasse, zum Beispiel Golfklasse, was allerdings nicht bedeutet, dass man dann auch einen Golf bekommt. Je nach Verfügbarkeit wird ein Fahrzeug aus der jeweiligen Klasse an den Kunden vergeben. Im Optimalfall bekommt man so sogar die Chance aus mehreren Fahrzeugen einer Klasse auszuwählen.

Hat man den Vertrag unterschrieben, dann gibt es die Schlüssel und es kann direkt losgehen. Natürlich nicht so schnell, denn vor dem ersten Einsteigen gibt es noch ein paar Dinge zu beachten.

Wer darf einen Mietwagen buchen?

Mindestalter in Deutschland ist 18, teilweise sogar auch erst 21. Zusätzlich muss der Fahrer schon mindestens ein Jahr im Besitz einer Fahrerlaubnis sein. Je nach Anbieter hat man auch erst ab einem gewissen Alter, oder nach einer gewissen mindest-Fahrerfahrung, Zugang zu größeren Fahrzeugklassen.

Worauf ist bei Abholung und Rückgabe des Mietwagens zu achten?

Bevor man mit dem Mietwagen vom Hof fährt, sollte der Mietwagen gründlich auf äußerliche Schäden untersucht werden. Gibt es deutliche Mängel (Zum Beispiel Kratzer im Lack), dann muss der Autovermieter darauf hingewiesen und die Schäden vor der Abfahrt dokumentiert werden. Schon bestehende Schäden werden so ganz einfach in das Übergabeprotokoll notiert und der Mieter muss sich keine Sorgen machen.

Sitzt man nun in seinem Mietwagen muss man auf die Tanknadel achten und ob diese einen vollen Tank anzeigt. Da man das Auto mit einem vollen Tank zurückbringen muss, sollte es natürlich auch vor der Abfahrt vollgetankt sein. Jetzt noch ein kurzer Blick in die Fahrzeugpapiere um zu schauen ob diese vollständig sind und es kann losgehen.

Welche Kosten kommen auf den Mieter zu?

Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Zusatzkosten, welche man bei der Buchung beachten muss. Zur Übersicht ergeben sich folgende Themenfelder:

Bei der Buchung muss man auf die angegebene Kilometerzahl achten, welche mit dem Angebot verbunden ist. Deshalb sollte man sich vorher genaue Gedanken darüber machen wie viel Kilometer man den Mietwagen in Anspruch nimmt, weil eine Überschreitung mit Extrakosten pro zusätzlich gefahrenem Kilometer einhergehen. Ist man sich unsicher und hat eine ordentliche Strecke vor sich, dann empfiehlt es sich ein Angebot mit unbegrenzter Kilometeranzahl zu buchen.

Man sollte generell keinen Mietvertrag ohne eine Vollkaskoversicherung abschließen. Ob man eine Selbstbeteiligung einräumt, oder nicht hängt natürlich von dem eigenen Preisempfinden ab, aber wir würden Selbstbeteiligungen grundsätzlich ausschließen. Zusätzliche Versicherungen sind in der Regel schon im Mietpreis enthalten, sollten aber auf jeden Fall vor der Buchung nochmal überprüft werden.

Zusätzlich zum Preis der Mietwagenbuchung, kommen nochmal die Kosten für das Volltanken des Fahrzeugs. Das sind vermutlich auch die größten versteckten Kosten, wenn man unseren Tipps folgt.

Für Fahrer unter 25 gibt es nochmal einen Aufschlag von 10-20 Euro, welcher ebenfalls zusätzlich auf den Mietpreis addiert wird. Wenn mehr als eine Person das Fahrzeug steuern möchte, dann entstehen auch hierbei zusätzliche Kosten.

Jede Form der Zusatzausstattung, wie Navi oder Kindersitze, ziehen ebenfalls zusätzliche Gebühren nach sich. Aus diesem Grund sollten Zusatzausstattung, wenn möglich, privat besorgt werden um die Kosten bei der Autovermietung zu sparen.

Worst Case: Ein Unfall – was tun?

Wir hoffen natürlich, dass ihr alle unversehrt an euren Wunschort gelangt, aber manchmal passiert eben doch was und dann ist es gut zu wissen wie man zu reagieren hat. Bei einem Mietwagen gilt wie bei jedem privaten Fahrzeug das Standardprozedere.

Unfallort sichern, die Polizei kontaktieren und im Anschluss auch dem Fahrzeugvermieter Bescheid geben. Sollte das Fahrzeug nicht mehr fahrtauglich sein, dann besteht Anspruch auf einen Ersatzwagen.